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SchützengildeWoltersdorf 1926 e.V.

Ratgeber, 29. September 2026, 5 Min. Lesezeit

Schützenverein Berlin und Umland: so findest du deinen

Disziplinen, Stände, Trainingszeiten, Beiträge, Verband und Atmosphäre: Mit diesen Kriterien findest du in Berlin und im Umland den Schützenverein, der zu dir passt.

Wer in Berlin oder im Umland einen Schützenverein sucht, sollte vor allem auf drei Dinge achten: Bietet der Verein die Disziplinen an, die dich interessieren? Passen Trainingszeiten und Anfahrt in deinen Alltag? Und fühlst du dich beim Probetraining wohl? Dazu kommen Beiträge, die Entfernungen auf den Ständen und der Verband, dem der Verein angehört.

Den einen besten Verein gibt es nicht. Es gibt nur den, der zu dir passt. Ein Verein mitten in der Stadt nützt wenig, wenn er nur zu Zeiten trainiert, an denen du arbeitest. Ein Verein am Stadtrand kann dagegen genau richtig sein, wenn du dort die Disziplin findest, die du suchst. Die folgenden acht Kriterien helfen dir beim Vergleich.

1. Welche Disziplinen bietet der Verein an?

Sportschießen ist vielseitig. Luftgewehr und Luftpistole auf 10 Meter, Kurzwaffe auf 25 Meter, Kleinkaliber auf 50 Meter, Langwaffe auf 100 Meter und mehr: Nicht jeder Verein bietet alles an. Überleg dir vorher grob, was dich reizt. Wenn du es noch nicht weißt, ist das kein Problem. Dann ist ein Verein mit mehreren Disziplinen ein guter Start, weil du ausprobieren kannst. Einen Überblick gibt der Artikel Disziplinen im Sportschießen.

2. Welche Stände und Entfernungen gibt es?

Die Disziplin hängt am Stand. Wer Langwaffe auf 100 Meter schießen möchte, braucht einen Stand mit dieser Entfernung. Viele Vereine haben keinen eigenen Stand für alles, sondern nutzen Stände befreundeter Vereine. Das ist üblich und kein Nachteil. Frag nach:

  • Welche Entfernungen stehen zur Verfügung?
  • Ist der Stand drinnen oder draußen, und wie wird im Winter trainiert?
  • Wie viele Bahnen gibt es, und wie voll ist es zu den Trainingszeiten?

3. Passen die Trainingszeiten?

Regelmäßigkeit ist im Sportschießen wichtig. Wer später eine eigene Waffe besitzen möchte, muss seit mindestens zwölf Monaten mit erlaubnispflichtigen Waffen im Verein schießen. In den zwölf Monaten vor dem Antrag heißt das: in jedem Monat mindestens einmal oder 18-mal insgesamt, nachgewiesen im Schießbuch. Mehr dazu steht im Artikel Der Weg zur Waffenbesitzkarte. Ein Verein, dessen Trainingszeiten nicht zu deinem Alltag passen, macht dir das unnötig schwer. Prüfe deshalb Wochentage, Uhrzeiten und ob es feste Termine oder freie Standzeiten gibt.

4. Was kostet die Mitgliedschaft?

Die Kosten setzen sich meist aus mehreren Teilen zusammen. Achte nicht nur auf den Monatsbeitrag, sondern auf die Summe im ersten Jahr.

KostenpunktWorauf du achten solltest
Aufnahmegebühreinmalig, je nach Verein und Altersklasse sehr unterschiedlich
Mitgliedsbeitragmonatlich oder jährlich, oft gestaffelt nach Alter und Ausbildung
Standgebührenmanchmal im Beitrag enthalten, manchmal pro Besuch
Leihwaffen und Munitionam Anfang die wichtigsten laufenden Kosten
Arbeitsstundenmanche Vereine erwarten Mithilfe oder eine Ausgleichszahlung

Eine ausführliche Rechnung findest du im Artikel Was kostet Sportschießen?. Unsere eigenen Beiträge stehen offen unter Beiträge der Schützengilde.

5. Welchem Verband gehört der Verein an?

Das klingt nach Formalität, ist aber wichtig. Wer später als Sportschütze eine Waffenbesitzkarte beantragen will, braucht ein Bedürfnis nach § 14 Waffengesetz. Dafür muss der Verein einem anerkannten Schießsportverband angehören. Der Verband stellt dann auch die Bedürfnisbescheinigung aus. Bekannte anerkannte Verbände sind etwa der Deutsche Schützenbund und der Bund Deutscher Sportschützen. Die Verbände haben unterschiedliche Sportordnungen und damit teils unterschiedliche Disziplinen. Frag einfach, welchem Verband der Verein angehört und welche Disziplinen du dort schießen kannst.

6. Gibt es ein Probetraining?

Frag nach einem Probetraining, bevor du beitrittst. Beim Probetraining bekommst du eine Sicherheitseinweisung und schießt unter Aufsicht mit Vereinswaffen. Eine eigene Waffe oder Erlaubnis brauchst du dafür nicht. Achte darauf, wie die Einweisung abläuft und ob sich jemand Zeit für dich nimmt. Welche Regeln am Stand gelten, erklärt der Artikel Sicherheit am Schießstand.

Du möchtest uns kennenlernen? Wie ein Probetraining bei uns abläuft, steht unter Die ersten Schritte. Anfragen kannst du es direkt über unsere Kontaktseite.

7. Wie ist die Atmosphäre?

Die Atmosphäre merkst du nicht auf der Website, sondern am Stand. Ein guter Verein für Einsteiger erklärt geduldig, nimmt Sicherheit ernst und lässt dich Fragen stellen. Achte darauf, ob es erfahrene Mitglieder gibt, die Neue begleiten. Und ob du dich vorstellen kannst, mit diesen Leuten regelmäßig Zeit zu verbringen. Komm ruhig zwei oder dreimal, bevor du dich entscheidest.

8. Wie gut ist der Verein erreichbar?

In einer Stadt wie Berlin ist die Anfahrt oft entscheidender als die Luftlinie. Ein Verein in einem anderen Bezirk kann mit Bahn und Auto genauso schnell erreichbar sein wie einer im Umland. Prüfe beide Wege: zum Vereinsheim und zu den Ständen, auf denen tatsächlich trainiert wird. Die liegen nicht immer am selben Ort. Und denk daran: Wer eigene Waffen transportiert, muss sie nach den Regeln des Waffengesetzes befördern, also nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit.

Schützenverein am östlichen Berliner Stadtrand

Die Schützengilde Woltersdorf gibt es seit 1926. Woltersdorf liegt am östlichen Stadtrand von Berlin. Trainiert wird auf zwei Ständen in der Nähe:

  • Rüdersdorf für 25 und 50 Meter, also Kurzwaffe und Kleinkaliber. Von Woltersdorf aus ist der Stand in etwa zehn Minuten erreicht.
  • Wernsdorf für 100 Meter, unter anderem Karabiner, Sportgewehr mit Diopter und Präzisionsgewehr mit Zielfernrohr.

Unser Training findet samstags und sonntags vormittags statt. Wir gehören über den Brandenburgischen Schützenbund dem Deutschen Schützenbund an. Für das Training gibt es Leihwaffen, Jugendbeiträge gelten ab 14 Jahren. Adressen und Zeiten findest du unter Training und Trainingsstätten, alle Termine unter Termine.

Checkliste für die Vereinssuche

  1. Notiere, welche Disziplinen dich interessieren.
  2. Such Vereine in erreichbarer Entfernung und prüfe Stände und Entfernungen.
  3. Vergleiche Trainingszeiten mit deinem Kalender.
  4. Rechne die Kosten für das erste Jahr zusammen.
  5. Frag nach dem Verband.
  6. Vereinbare ein oder mehrere Probetrainings.
  7. Entscheide nach Bauchgefühl, wenn die Fakten passen.

Häufige Fragen

Brauche ich für den Schützenverein eine Waffenbesitzkarte?

Nein. Als Mitglied trainierst du am Anfang mit Vereinswaffen unter Aufsicht. Die Waffenbesitzkarte brauchst du erst, wenn du eine eigene Waffe besitzen möchtest.

Kann ich in mehreren Vereinen Mitglied sein?

Ja, das ist möglich. Manche Schützen nutzen das, um mehr Disziplinen oder Stände zu erreichen. Rechne aber die doppelten Beiträge mit ein.

Wie lange dauert es, bis ich eine eigene Waffe haben kann?

Frühestens nach zwölf Monaten Mitgliedschaft mit regelmäßigem Training, dazu kommen Sachkundeprüfung und Antrag bei der Waffenbehörde. Die Bearbeitung kann zusätzlich dauern.

Muss ich in Berlin wohnen, um in einem Berliner Verein Mitglied zu werden?

Nein, der Wohnort spielt für die Mitgliedschaft in der Regel keine Rolle. Entscheidend ist, ob du regelmäßig zum Training kommen kannst.

Selbst mal ausprobieren?